Bürgermeister verhindert mehr Sicherheit für Radfahrer in Gilching

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Leserbrief zum Artikel „Wie sicher ist Radlfahren in Gilching?“ von Peter Schiebel im STA-Merkur vom 17.10.17

Im Artikel „Wie sicher ist Radlfahren in Gilching?“ wird Bürgermeister Manfred Walter mit der Aussage zitiert: „Wir empfehlen unseren Bürgern nicht auf der Römerstraße zu radeln“ und nennt u.a. den Steinberg bzw. die Pollinger Straße als sicherere Routen für die Radler.

Er versteigt sich zu der Behauptung, dass diese Routen aber offenbar für den ADFC nichts seien. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Der ADFC-Gilching hat schon vor fünf Jahren einen Antrag zur Ausschilderung von insgesamt fünf sicheren Radrouten in Gilching gestellt, um den Radfahrern Alternativen zu den stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen aufzuzeigen. Im Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss wurde dieser Antrag am 3.12.2012 einstimmig – auch mit der Stimme von Bürgermeister Walter – angenommen. Würde dieser Beschluss endlich umgesetzt, dann würde beispielsweise am Bahnhof Gilching-Argelsried den Radfahrern ein Schild die Parallelroute zur Römerstraße anzeigen, die über Pollinger Straße und Pähler Weg weiter bis zur Weßlinger und Brucker Straße führt.
Bis heute wurde aber im Gemeindegebiet kein einziges Schild mit Wegweisern zu sicheren Radrouten aufgestellt. Nicht der ADFC hat also ein Problem mit diesen Radrouten, sondern die Gemeinde unter Bürgermeister Walter, die einen einstimmig gefassten Beschluss zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrer in Gilching einfach nicht in die Praxis umsetzen will. Anstatt von eigenen Versäumnissen abzulenken, indem man den ADFC zum Sündenbock erklärt, wäre es im Falle Manfred Walters einmal an der Zeit die eigene Verantwortung für die mangelnde Sicherheit der Radfahrer in Gilching zu erkennen.

Gilching, 24.10.2017
Kilian Häuser
1. Sprecher des ADFC-Gilching

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