Pressemeldung des ADFC KV Starnberg:
Sehr gut, dass die Situation am Tutzinger-Hof-Platz genauer unter die Lupe genommen wurde.
Dies war nach dem Abbiege-Unfall 2026 mit tödlich verunfalltem rad-fahrenden Kind nötig.
Aber es scheint so, daß zu einem anderen schweren Unfall am Tutzinger-Hof-Platz (Oktober 2017 - beim Fußgänger-Queren der B2 hin zum Tutzinger-Hof) nichts gesagt wird.
Und gerade den Rückstau auf der Hauptstraße beim Wechsel von 2 Einfahr-Spuren hin zu nur einer Ausfahrspur der B2 am Tutzinger-Hof-Platz, der 2017 zum Unfall führte, halten wir für das permanente Grund-Übel.
Darauf sollte u.E. mehr Wert bei der Umgestaltung gelegt werden.
Das Problem gilt es an der Wurzel zu packen !
Idee 1:
Eine Reihe von intelligenten Kameras überwacht und ermittelt die Rest-Aufnahme-Kapazität der Hauptstr. in ganzer Länge,
denn diese ist ausschlaggebend, wieviele Kfz noch über die Kreuzung rollen können, ohne einen Rückstau im Kreuzungsbereich zu verursachen.
Wenn diese Kapazität fast voll ist, geht die B2-stadteinwärts-Ampel am Tutzinger-Hof-Platz vorzeitig auf rot.
So daß alle auf der Kreuzung stehenden Kfz noch sicher abfließen können.
Übrigens: Wir haben es dieses Jahr selbst erlebt, als Fußgänger mit Grün - und dennoch fuhren Autos direkt vor den unseren Füßen noch in die Hauptstraße ein.
Ein völliges Unding - aber so läuft es.
Ein Hinweis-Schild "Bei Stau hier halten" wird von Kfz-Fahrern anscheinend nicht beachtet.
Idee 2:
Falls -bei einer Lösung mit reiner Rechtsabbiegespur, die übrigens sehr zu begrüßen ist !- das Absetzen der Geradeaus-Radler hin zur Mittelspur als Problem gesehen wird,
dann bietet sich an:
a) eine separate Fahrradspur (die Bilder 36 + 52 der ERA-2010 aufgreifend) zwischen Geradeaus- und Rechtsabbiee-Spur. Diese dann rot einfärben + mit Rad-Piktogrammen versehen.
(Evtl. ist hierfür eine Neuordnung des Straßenraumes zweckmäßig + sowie eine getrennte Abbiege-grün-phase)
b) Radlern schon ab Einmündung Leutstettener Str. das Radeln auf der dort linken Spur erlauben,
die sie im Rot-Schatten der dortigen Ampel -zugegeben etwas vorzeitig, aber- gefahrlos erreichen können.
Im übrigen sind Radler durchaus mit der Situation, sich weiter links einordnen zu müssen, vertraut: z.B. beim direkten Linksabbiegen.
Können diese Gedanken in die weitere Planung zum Tutzinger-Hof-Platz mit einfließen ?
3.
Und als dritte Bemerkung: wie sieht es aus, einen Ausbau der Bahn ernsthaft anzugehen ?
Denn so können sicher viele Autofahrten vermieden werden, weil der ÖPNV plötzlich lukrativ wird.
Einige hundert Kfz-Fahrten im Berufsverkehr durch ÖPNV weniger entlasten den Tutzinger-Hof-Platz gewaltig.
4.
Noch eine Anmerkung: Im Artikel wird auch erwähnt, dass am Beginn der Petersbrunner Str. ein Zebrastreifen kommen soll.
U.E. gehört am freilaufenden Rechtsabbieger eine Ampel hin, denn
a) dort verläuft auch eine beschilderte Rad-Route des Landkreises, welche durch den Zebrastreifen wohl sogar noch ausgebremst würde.
b) und der zukünftige Schleichverkehr über die Petersbrunner während des Tunnelbaus muß eh gesteuert werden.


